Demoaufruf – Allgemeine Infos zu ACTA

Aufruf zur Anti-ACTA-Demonstration in Regensburg

Sei mit dabei, wenn am 11. Februar 2012 in über 150 Städten die Menschen ihre Stimme gegen das multilaterale Handelsabkommen ACTA erheben,um zu beweisen, dass die demokratischen Grundrechte einer freien Gesellschaft schwerer als wirtschaftliche Einzelinteressen wiegen.

Die fortschreitende Ausweitung der Interessen der Verwertungsindustrie auf dem Rücken der Nutzer, die blinde Monopolisierung von Medikamenten, durch die in EntwicklungsländernMenschenleben geopfert werden, und die Privatisierung der Strafverfolgung sind genauso wie die Verabschiedung eines völlig undemokratischen Abbkommens vollumfänglich abzulehnen und zu verurteilen.

Setze ein Zeichen und komm am Samstag, den 11.02.2012,um 14:00Uhr zum Schwammerl im Park beim Hauptbahnhof Regensburg. Seit 2008 wird das Handelsabkommen ACTA hinter verschlossenen Türen verhandeltund war bis zu seiner Vollendungnur den Regierungs- und Lobbyvertretern zugänglich. Bis zuletztwar es der Öffentlichkeit nur über inoffizielle „Leaks“ möglich Einblick in den Vertragstext und die Pläne zu nehmen.

Die Parlamente selbst hatten keinerlei Möglichkeit Einfluss auf den Inhalt aus zu üben und könnenden Vertrag nur noch unterzeichnen oder ablehnen.

Die beteiligten Staaten verpflichten sich Urheberrechtsverletzungen als Straftat zu behandeln,die in einigen beteiligten Ländern bisher nur Vergehen darstellten. Selbstdas Umgehen von Kopierschutz maßnahmen soll so mit Gefängnisstrafen belegt werden können.

Generika, die auf dem Handelsweg in Entwicklungsländer ein ACTA-Unterzeichnerland passieren,werden durch ACTA als Produktfälschungeneingeordnetund dürfen dort zerstört werden, was verheerende Auswirkungen auf den globalen Medikamentenhandel und damit auch auf die Konsumenten in ärmeren Teilen der Welt haben wird. Dies kritisiertauch die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Eben jene betroffenen Länder wurden bei den Verhandlungen zu ACTA ausgeschlossen und hatten keine Möglichkeit der Partizipation.

Zu aller letzt verwundert es sehr, dass ACTA in einer am 16. Dezember 2011 stattgefundenen nicht-öffentlichen Sitzung im Agrar- und Fischereirat der Europäischen Union unterzeichnet wurde. Für Deutschland nahm die, eigentlich für den Verbraucherschutz zuständige, Ministerin Ilse Aigner an dem intransparenten Treffen teil.

Glücklicherweise steht die Zustimmung durch das Europäische Parlament noch aus. Diese letzte Chance unser Recht auf demokratische Beteiligung einzufordern und dem demokratie- und menschenrechtsfeindlichen Abkommen ein Ende zu setzen müssen wir nutzen!

Rund um den Globusformiert sich Widerstand, um die Ratififierung von ACTA zu verhindern. Sei Du ein Teil davon! Dies ist keine einfache Demonstration –dies ist der Kampf um eine Zukunft in einer friedlichen, freien und zivilisierten Welt!


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