Kein Traumberuf – Werbung für Bundeswehr kann widersprochen werden.

Seit der Abschaffung der Wehrpflicht und der Ausweitung der Kriegseinsätze fehlt es der Bundeswehr an qualifiziertem Personal. Kein Wunder also, dass die Wege zur Rekrutierung immer kreativer werden. Gewohnt sind wir mittlerweile ganzseitige Werbeanzeigen oder Spots im Rundfunk. Inzwischen erfolgt aber auch die unaufgeforderte Zusendung von Werbeunterlagen – in einem E-Mailpostfach wäre dies „Spam“. Wie kürzlich im Amtsblatt der Stadt zu lesen war, wird die Stadt Regensburg in diesem Jahr an diesem Prozess beteiligt. 

Das Einwohnermeldeamt leitet die gespeicherten Daten all jener Regensburger weiter, die in diesem Jahr 17 (Jahrgang 1999) werden. Einige Zeit später werden viele von ihnen einen Brief des „Bundesamts für das Personalmanagement der Bundeswehr“ bekommen, mit Hinweisen zur Karriere bei der Berufsarmee Bundeswehr.

Für die, die sich eigentlich gar nicht bei der kämpfenden Truppe verpflichten möchten oder generell der ungefragten Datenweitergabe widersprechen möchten, gibt es einen einfachen Weg, dem Einhalt zu gebieten. Per Brief, Fax oder persönlich kann beim Einwohnermeldeamt oder bei den Bürgerbüros widersprochen werden. Der Widerspruch kann formlos sein, wichtig ist, dass er Name, Anschrift und Geburtsdatum enthält, damit das Schreiben eindeutig zugeordnet werden kann.

Die  Frist für dieses Jahr ist gewahrt, wenn der Widerspruch bis Ende  Februar 2016 registriert wurde, die Weitergabe der Daten erfolgt diesen  März.

Einen Musterwiderspruch findet ihr unter diesem Link:  Widerspruchsformular
Die Referenz der Stadt Regensburg im Amtsblatt 41

Weitere Fragen zur Datenweitergabe und Widerspruch kann das Einwohnermeldeamt  beantworten. Rückfragen an die Stadt können auch direkt an das Bürgerbüro unter der E-Mailadresse buergerbuero@regensburg.de oder der Faxnummer 0941/507-5339 gerichtet werden.

Übrigens verkauft die Stadt auch deine Daten, etwa an Parteien und den Adresshandel. Einen umfangreichen Artikel dazu haben wir bereits vorgestellt: 

Die  Piraten fordern seit langem besseren Schutz für personenbezogene Daten,  insbesondere im Bereich staatlicher Stellen, die naturgemäß umfangreiche Datensammlungen der Bürger haben. Daher machen sie regelmäßig auf die Möglichkeit des „Opt-Out“, also die Möglichkeit, die Datenweitergabe durch Widerspruch zu unterbinden, aufmerksam.

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