Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts

Am 9. April sprach Stefan Körner, Bundesvorsitzender der Piratenpartei, auf Einladung von  Attac Regensburg im Antoniushaus über die Chancen und Risiken der digitalen Revolution.

Körner erklärte den Zuhörern im überfüllten Nebenzimmer des Antoniushauses, dass ihre Daten mittlerweile bares Geld wert sind – so zahlte etwa Facebook bei der Übernahme von Whats App $45 pro User, da diese personalisierte Werbung ermöglichten. „Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts,“ erklärte er. Dennoch werde die Sicherheit von Daten immer noch viel zu leichtfertig gehandhabt. Immer wieder komme es zu Datenlecks bei großen Firmen, doch sorgten diese bisher für zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit. Körner regte an, dass es in diesem Fall Möglichkeiten geben sollte, für den Verlust der Daten auf Schadensersatz zu klagen.

Auch die Pkw-Maut sei eine Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür, kritisierte Körner. Es gebe viel günstigere Mautsysteme als das Scannen der Kennzeichen, aber deutsche Politiker seien momentan darauf fixiert, möglichst umfangreich Daten zu sammeln. Körner lobte in diesem Zusammenhang Norwegen, dessen Ministerpräsident sich nach dem Breivik-Anschlägen geweigert hatte, Freiheitsrechte zugunsten einer scheinbaren Sicherheit zu verkaufen.

Zum Abschluss diskutierte Körner mit dem Publikum über Lösungen: Programme, die statt Werbung gegen Bezahlung benutzt werden können, wurden kritisch gesehen. Allerdings waren sich alle einig, dass der Datensammelwut der Bundesregierung nur politisch beizukommen sei.


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